Der A1 geht auf Deutschland-Tournee

Was früher nur Rockstars und schönen Bildern vorbehalten war, ist heute in der Automobilwelt nicht mehr wegzudenken. Bringt ein Unternehmen ein neues Fahrzeug auf den Markt, wird dies zelebriert. Stars und Sternchen geben sich an exklusiven Orten die Klinke in die Hand, die Presse fotografiert unermüdlich und der Hersteller feiert sich.

Gestern abend war es dann in Düsseldorf soweit. Die A1-Party stieg im angesagtesten Club Düsseldorfs, dem 3001. Mit dabei waren die schwedische Band Torpedo und Lexi&K-Paul. 800 geladene Gäste konnten dabei den kleinsten Audi ausgiebig begutachten.

Audi wird den A1 zunächst mit vier direkteinspritzenden Turbomotoren anbieten, zwei TFSI-Benzinern und zwei TDI-Dieseln, die ein Leistungsspektrum von 63 kW / 86 PS bis 90 kW / 122 PS abdecken. Mit 1040 kg Leergewicht für die leichteste Variante und einem für diese Klasse ausgezeichneten Luftwiderstandsbeiwert von 0,32 hat der A1 die besten Voraussetzungen für geringe Verbrauchswerte. Audi setzt mit einem Start-Stopp-System (auch für die S-tronic) und der Rückgewinnung der Bremsenergie noch einen drauf. Der 105-PS- Diesel kommt im Durchschnitt (nach EU-Norm) mit 3,8 Litern auf 100 km aus, was 99 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer entspricht. Bei 1.4 TFSI liegt der Verbrauch bei 5,2 Liter und die CO2-Emission bei 119 g/km. Dabei erreicht der Benziner die 100 km/h nach 8,9 Sekunden und schafft 203 km/h.

Der A1 Attraction 1.2 TFSI kostet in der Basisversion 15 800 Euro. Sonst war zu den Preisen nur so viel zu erfahren: Sie liegen gut 1000 Euro über denen des VW Polo und bewegen sich auf dem Niveau der Mini-Preise. 80 000 A1 will Audi im kommenden Jahr absetzen, knapp jeden Vierten davon in Deutschland, rund 50 Prozent davon an Frauen.

Audi hat also viel vor mit seinem Jüngsten. Er soll neue und jüngere Käuferschichten für die Marke erschließen und auch Gebrauchtwagenbesitzer davon überzeugen, dass sie sich jetzt einen neuen Audi leisten sollten. Die Rechnung könnte aufgehen; denn der A1 ist mit jeder Faser ein Audi. Er buhlt nicht mit Design-Mätzchen um Aufmerksamkeit, sondern mit Premium-Eigenschaften, die in dieser Fahrzeugklasse noch längst nicht selbstverständlich sind. Er bringt frischen Wind in die Klasse und in die Audi-Modellpalette, aber er biedert sich nicht an. Er will überzeugen, wie es sich für ein Einsteigermodell in eine Premium-Marke gehört.

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