Gratulation: der Airbag wird 30

Mercedes-Benz war der erste Automobilhersteller der Welt, der vor 30 Jahren ein Serienautomobil – eine S-Klasse – mit Airbags ausrüstete. Die Entwicklungszeit des ersten Fahrerairbags bei Mercedes-Benz dauert rund 13 Jahre. Dass immer mehr Fahrzeuge mit dem Lebensretter Airbag ausgestattet sind, ist eine der Ursachen für die schnell und kontinuierlich sinkende Zahl von Verkehrsopfern in Deutschland.

Das Statische Bundesamt veröffentlichte die Zahlen für das erste Halbjahr 2010: „Nach vorläufigen Ergebnissen kamen von Januar bis Ende Juni 2010 im deutschen Straßenverkehr 1.675 Menschen ums Leben. Das waren 291 Personen und 15 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2009. Diese Abnahme ist umso bemerkenswerter, da auch schon im ersten Halbjahr des Vorjahres ein starker Rückgang zu beobachten war. Mit dieser sehr positiven Entwicklung in den ersten sechs Monaten 2010 ist zu erwarten, dass in diesem Jahr die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr erstmals unter 4.000 liegen wird.“

Laut der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde (National Highway Traffic Safety Administration, NHTSA) hat der Airbag insgesamt bisher in den USA über 28.000 Menschen das Leben gerettet.

In einer aktuellen Studie der Nationalen Verkehrssicherheitsbehörde der USA (NHTSA) wird die Gurt- und Airbageffizienz untersucht. Eindrucksvolles Ergebnis: „Verglichen mit einem nicht angeschnallten Insassen in einem Fahrzeug ohne Airbag ist die statistische Wahrscheinlichkeit einer tödlichen Verletzung mit Airbag und Sicherheitsgurt um 61 Prozent geringer.“ In der Studie macht die NHTSA aber auch darauf aufmerksam, wie wichtig die Vermeidung von Unfällen mit sehr hohen Kollisionsgeschwindigkeiten ist.

Auch bei Fahrsicherheitssystemen wie ESP war Mercedes-Benz der weltweite Pionier. Hier geht es darum, Unfälle zu vermeiden, bei denen der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat. Verbesserung und Ausbau der Schutzsysteme: Nach Fahrer- und Beifahrerairbag entwickelte Mercedes-Benz Seiten- und Kopfairbags zum Schutz beim Seitenaufprall – mit Erfolg: Nach Erkenntnissen der hauseigenen Unfallforschung sinkt die Wahrscheinlichkeit von schweren oder tödlichen Verletzungen im Falle einer Seitenkollision bei mit Kopfairbag ausgerüsteten Fahrzeugen um mehr als die Hälfte: Der Anteil Schwerverletzter und Getöteter in Seitenkollisionen verringerte sich in den untersuchten Fällen signifikant.

Die Schutzsysteme werden immer intelligenter: Gurtstraffer verbessern die Schutzwirkung der Sicherheitsgurte. Mehrstufige Airbags reagieren abgestimmt auf die Schwere des Unfalls. Insgesamt besitzen die Steuerungssysteme der Sicherheitssysteme heute die Rechenkraft von Computern, wie sie vor 25 Jahren noch als Supercomputer in der Weltraumfahrt eingesetzt wurden.

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