Der Mercedes 260 D feiert 75-jähriges Jubiläum

Mit dem Mercedes 260 D war im Jahr 1936 das erste dieselbetriebene Auto geboren. Denn vorher wurde die Selbstzündertechnik lediglich bei Lastwagen und anderen Nutzfahrzeugen eingesetzt. Seitdem finden sich die Dieselmotoren bei nahezu allen renommierten Fahrzeugherstellern. Das liegt an der großen Nachfrage an dem sparsamen Verbrauch dieser Motorisierung.

Begonnen hatte Daimler schon im Jahr 1933 eine ihrer Limousinen mit der leistungsstarken Technik auszustatten. Dabei versuchten sie anfangs, einen Sechszylinder mit 80 PS aus einem Nutzfahrzeug in die Karosserie eines ihrer Autos zu verfrachten, das für einen 200er-Benziner konzipiert war. Der Fahrzeugrahmen konnte aber den starken Vibrationen, die der Dieselmotor auslöste, nicht standhalten und brach. Das veranlasste die Ingenieure dazu, zwei Kammern wegzunehmen und das neue Triebwerk nur noch über vier Zylinder laufen zu lassen. Diesen innovativen Motor setzte man dann in den Pullman Landaulets vom Typ 230 ein. Als die ersten Versuche erfolgreich waren, ging man zu einem Großeinsatz bei 170 Autos über. Nahezu ohne irgendwelchen weiteren Veränderungen ging daraufhin der 260er in Serie. Anfang 1936 wurde der dieselbetriebene Daimler auf der Internationalen Automobilausstellung dann der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

Im Vergleich zu den Benzinern verbrauchte der neue Mercedes 260 D nur neun statt 14 Litern Kraftstoff. Dadurch ergab sich eine neue Reichweite von 400 Kilometern und das Fahrzeug wurde sowohl für Taxiunternehmen, also auch für Vielreiser attraktiv. Mit 45 PS und 2,6 Litern Hubraum war der neue Motor sogar sehr leistungsstark. Im Laufe der Zeit wurde der Tank vergrößert und neben dem langen Pullman wurden auch eine Limousine und ein Cabriolet in das Sortiment aufgenommen.

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