Vorsicht beim Gebrauchtwagenkauf

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat in einer Studie zehn verschiedene Vergleichsportale für KFZ-Versicherungen analysiert. Bei vielen waren die Tester zumindest teilweise unzufrieden, da nicht die besten Ergebnisse angezeigt wurden. Wer sich überlegt, einen Gebrauchtwagen zu kaufen, sollte die Kosten für die Versicherung von vorn hinein mit einplanen, bevor nach dem Kauf das große Erwachen erfolgt.

 

Fixe Kosten genau einplanen

 

Steht ein Autokauf ins Haus, sollte man sich genau Gedanken machen, was man sich leisten kann und von welchem Auto man lieber die Finger lässt. An erster Stelle steht natürlich der Preis des Gebrauchten. Hier sollte man sich vor der Suche einen maximalen Preis festlegen, der auf keinen Fall überschritten werden darf, damit man sich nicht hoch verschuldet. Ein genereller Kassensturz ist sinnvoll, um zu überprüfen, wie viel Geld monatlich überbleibt, das bei Bedarf für das Auto ausgegeben werden kann. Als erster Posten stehen die Steuern einmal jährlich an, die sich nach der Größe des Hubraums und nach CO2 Ausstoß richten.

Je größer der Hubraum, desto mehr Steuern müssen gezahlt werden.
Der zweite feste Punkt, der eingeplant werden muss, ist die KFZ-Versicherung. Hier unterscheidet man zwischen Voll- und Teilkasko sowie der Haftpflichtversicherung. Welche Versicherung gewählt wird, hängt unter anderem vom Wert des Autos ab. Auch Gebrauchtwagen neu zu versichern, ist eine Möglichkeit. Man muss nicht bei seiner alten Versicherung bleiben, sondern kann wechseln. Das Deutsche Institut für Service-Qualität bemängelte bei seinen Analysen vor allem, dass häufig nicht das günstigste Angebot angezeigt wurde. So müsste zum Teil mehr als 400 Euro jährlich zu viel für die KFZ-Versicherung gezahlt werden, würde man sich auf das Angebot einlassen. Auch der Bereich Servicequalität wurde von den Testern genauer unter die Lupe genommen. Hier wurden Schwachstellen beim Aufbau der Homepage festgestellt, da Kontaktadressen zum Teil nur schwer zu finden waren. Auf Anfragen per E-Mail wurde bei einem Drittel der Fälle nicht geantwortet und die Mitarbeiter der Hotline gaben unbefriedigende Auskünfte. In puncto Service und Preisqualität wurde Check24 als Testsieger gekürt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Finanzen.de und Aspect Online.

 

Kauf von privat oder beim Händler

 

Hat man eine günstige Versicherung gefunden, braucht man aber immer noch Geld, um weitere Posten bezahlen zu können. Benzin wird immer teurer und auch gelegentlich eine Reparatur muss man einplanen. Gerade wenn man ein älteres Auto plant zu kaufen, sind zwar die Kinderkrankheiten überstanden, dafür müssen aber oft die ersten Verschleißteile ausgetauscht werden. Neue Bremsscheiben, neue Reifen, ein rostender Unterboden oder ein klappernder Auspuff gehen schnell ins Geld. Zwar kann man diese Reparaturen oft eine Zeit lang vor sich herschieben, spätestens beim nächsten TÜV müssen sie aber erfolgen, damit die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet ist.
Ist man sich über die verschiedenen Punkte im Klaren und hat sich einige Modelle ausgesucht, die infrage kommen, beginnt nun die Suche nach dem passenden Auto. Als grundsätzliche Möglichkeit hat man die Auswahl zwischen einem privaten Kauf und einem Autohändler. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass Gebrauchtwagen von privat günstiger gekauft werden können. Der Händler schlägt auf den Einkaufpreis seinen Gewinn drauf, den sich der Kunde bei einem Privatkauf sparen kann. Allerdings bieten viele Händler häufig eine Garantie an. Besonders bei Gebrauchtwagen muss man sich aber im Klaren sein, dass eine Garantie Verschleißteile wie Bremsen, Reifen oder Motorteile in der Regel nicht umfasst. Sowohl von privat als auch vom Händler sollte man aber darauf achten, dass man einen ordentlichen Kaufvertrag erhält. Im Internet sind zahlreiche Vordrucke für Kaufverträge zu finden, die man kostenlos runterladen kann.

Ist man Fahranfänger, sollte man zusätzlich bedenken, dass man mit einem älteren Gebrauchtwagen in den meisten Fällen besser beraten ist als mit einem neueren Modell. Es ist wichtig, dass man im Laufe der nächsten Jahre lernt, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Wenn dabei die eine oder andere Delle am Auto als Erinnerung zurückbleibt, ist dies nicht so gravierend als wäre ein Neuwagen betroffen.

Bildquellenangabe: foot-slogger / flickr

Hinterlasse einen Kommentar

Neuste Artikel

Navigationsgeräte mit NAVTEQ Traffic

[caption id="attachment_8122" align="alignright" width="255"] (c) www.istockphoto.com/egdigital[/cap

Vorsicht beim Gebrauchtwagenkauf

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat in einer Studie zehn verschiedene Vergleichsportale

Der Toyota Prius 2 besticht mit hervorragender Leistung und zweifelhafter Optik

Der Toyota Prius 2 besticht mit hervorragender Leistung und zweifelhafter Optik

Mit gelungen Ergebnissen in der Pannenstatistik und einem TÜV-Report, der den ersten Platz verheiß

Das H-Kennzeichen für Gebrauchtwagen

Das H-Kennzeichen für Gebrauchtwagen

Mit dem Alter erhalten Gebrauchtwagen eine individuelle Kennzeichnung, die sie als Oldtimer auszeich

Der Chrysler Voyager und seine Probleme

Der Chrysler Voyager und seine Probleme

Der Chrysler Voyager bietet seinen Insassen zwar viel Platz, ist aber aufgrund seiner Mängelliste d