Blei-Legierungen

Blei-Legierungen werden heutzutage nicht mehr so häufig verwendet, wie das früher einmal der Fall gewesen ist. Die gesetzlichen Regelungen sehen sehr enge Grenzen bei der Verwendung von Blei-Legierungen vor, sodass die Nutzung nur noch selten möglich ist. Als Nockenwellenlager kommen sie aber noch in einigen Nutzfahrzeugen vor. Durch den Bestandteil Antimon, der in Blei-Legierungen enthalten ist, sind sie sehr anpassungsfähig. Sie verfügen über eine ausgezeichnete Einbett- und Einlauffähigkeit und haben zudem einen sehr guten Fresswiderstand sowie eine gute Notlauffähigkeit. Andererseits besitzen sie nur eine geringe Härte. Das macht sie anfällig für eine vorzeitige Ermüdung und einen schnellen Verschleiß. Der Stoff Antimon reizt die Schleimhäute und die Haut, daher ist er als gesundheitsschädigend einzustufen. Antimonverbindungen gelten als giftig, die Chloride werden als ätzend eingestuft. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die gesundheitlichen Gefahren, die von Blei-Legierungen ausgehen, in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen stehen.