Bleifreie Additive

Zu den inzwischen längst vergangenen Zeiten des bleihaltigen Benzins wurden im Wesentlichen Stoffe wie Bleitetraethyl und Bleitetramethyl verwendet, um zu der gewünschten Oktanzahl zu gelangen. Neben dieser Oktan-Regulierung hatten sie außerdem noch eine weitere Aufgabe. Sie dienten dem Schutz der Ventilsitze. Da diese Teile früher aus recht weichem Grauguss gefertigt wurden, zeigten sie die Schwäche des schnellen Verschleißes. Mit der Einführung des bleifreien Benzins kam es zu Schwierigkeiten mit den Auslassventilen. Fahrzeuge, die mit weichen Ventilen ausgestattet waren und darüber hinaus mit hoher Last und Drehzahl unterwegs waren, hatten mit einem deutlich höheren Verschleiß zu kämpfen. Das ging sogar so weit, dass Teile verbrannten. Kurze Zeit später wurden jedoch Ersatzstoffe entdeckt, die den Auslassventilen ausreichenden Schutz bieten konnten. Die Basis dieser Stoffe waren in der Regel organische Natrium- und Kaliumverbindungen. Besitzern älterer Fahrzeuge wurden Produkte angeboten, um sie dem unverbleiten Kraftstoff zuzufügen. Diese Stoffe waren so gut entwickelt, dass sie nicht einmal giftige Abgase bildeten.