Blow-By-Systemberechnung

Bei der Berechnung von Blow-By-Systemen werden in der Regel eindimensionale Rechnungen durchgeführt. Das hydraulische Netzwerk wird dabei aus den Ölrücklaufholmen, dem Nockenwellenraum und dem kompletten Kurbelwellenraum gebildet. Die Bewegung der Kolben erfolgt translatorisch. Das Blow-By-Gas, das aus dem Brennraum kommt, strömt an den Kolbenringen vorbei und dringt in den Kurbelraum ein. Zuvor werden der zeitliche Verlauf und die Blow-By-Menge gemessen. Außerdem sind die ins System einzudringenden Luftmengen zu messen. Ein entsprechender Volumenverlauf wird hinterlegt. Um die verbleibende Strömungsgeometrie darstellen zu können, werden gerade und gekrümmte Rohrstücke verwendet, welche über diverse Länge und Querschnitte verfügen können. Für die Berechnung der Blow-By-Systeme werden nun die gemittelten Volumenströme erfasst, außerdem die Strömungsverteilung und die totale Druckverteilung im System. Das ist der eigentlich wesentliche Punkt der Berechnung. Jetzt können konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um den Ölrücklauf vom Nockenwellenraum in den Kurbelwellenraum zu gewährleisten. Sollte das gewünschte Ergebnis nicht sofort erzielt werden, kann es sein, dass nochmals Korrekturen vorgenommen werden müssen.