Brennraumdruck

Der Brennraumdruck bei Autos erreicht beachtliche Werte. Bei aufgeladenen Otto-Motoren erreicht er um die 90 bar. Bei Dieselmotoren, die mit einer Direkteinspritzung arbeiten, kommen schon einmal 160 bar zustande. Großdieselmotoren können sogar einen Brennraumdruck von bis zu 200 bar aufbauen. Es gibt natürlich immer auch Grenzen der Belastbarkeit. Diese richten sich nach Kurbelgehäuse und Kolben. Steigt der Druck zu sehr an, kommt es zu sehr lauten Geräuschen beim Verbrennungsvorgang. Wesentlich für den Brennraumdruck sind die motorischen Betriebsbedingungen. Diese sind bei Dieselfahrzeugen anders als bei Otto-Motoren. Der Brennraumdruck bei Otto-Motoren ist immer dann besonders hoch, wenn das Verhältnis von Luft und Sauerstoff einen Wert von Lambda = 0,8 erreicht. Ein weiterer Anstieg dieses Wertes wird jedoch durch einen höheren Lambda-Wert nicht erreicht. Im Gegenteil, er sinkt. Auch der Zündzeitpunkt spielt eine entscheidende Rolle bei dem Brennraumdruck. Wenn der Zündzeitpunkt früh ist, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines großen Drucks. Weitere Aspekte sind das Verdichtungsverhältnis, die Brennraumform, Auflade- und Liefergrad sowie die Art der Zündkerzenlage.