Fischer-Tropsch-Synthese

Mit der Fischer-Tropsch-Synthese, die auch unter dem Namen Fischer-Tropsch-Verfahren bekannt ist, ist eine Technik gemeint, die es ermöglicht, ein Kohlenstoffmonoxid-Wasserstoff-Gemisch in flüssigen Kohlenwasserstoff umzuwandeln. Dieses Verfahren wird genutzt, um beispielsweise synthetische Kraftstoffe (XtL-Kraftstoffe) und synthetische Öle herzustellen. Entwickelt wurde das Verfahren im Jahr 1925 von Franz Fischer und Hans Tropsch. Mit der Nutzung der CtL-Technik (Coal-to-Liquid) und GtL-Technik (Gas-to-Liquid), die beide auf dem Fischer-Tropsch-Verfahren begründet sind, begann zunächst hauptsächlich Südafrika, dieses Verfahren zu nutzen. Anlagen mit Kapazitäten von teilweise 104.000 Barrel pro Tag waren durchaus möglich. Das südafrikanische Unternehmen Sasol wurde im Laufe der Zeit Marktführer auf dem Gebiet der CtL- und GtL-Technik. Im Jahr 1993 baute der Konzern Royl Dutch Shell seine erste GtL-Anlage in Malaysia. Shell und Sasol wollen die Kapazitäten dieser Technik weiter ausbauen. Mit der wachsenden Beliebtheit von Biomasse hat auch das Fischer-Tropsch-Verfahren in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen.