Glühzündung

Glühzündungen sind ein Phänomen, das ausschließlich bei Ottomotoren auftritt. Es handelt sich dabei um unerwünschte Zündreaktionen. Ausgelöst werden Glühzündungen nicht etwa durch die Zündkerzen, sondern durch andere Teile wie beispielsweise dem Auslassventil oder überhitzten Brennwänden. Auch Ablagerungen, die durch den Verbrennungsvorgang gebildet werden, können maßgeblich für die Entstehung einer Glühzündung sein. Damit es zu solch einer Zündung kommt, sind hohe Temperaturen notwendig. Sie liegen bei 1.100 bis 1.200° Celsius. Diese Temperaturen liegen deutlich über dem, was nötig ist, um das Kraftstoffgemisch entzünden zu können. Die Gründe für eine Glühzündung sind unterschiedlich. Wenn sie durch Elektroden der Zündkerzen hervorgerufen wird, so kann es damit zusammenhängen, dass der Wärmewert der Zündkerze zu gering ist. Kommt es dagegen wegen zu heißer Auslassventile zu Glühzündungen, muss die Wärmeabfuhr verbessert werden. Dies kann passieren, indem man eine ausreichende Wärmeabfuhr installiert oder Drehvorrichtungen für das Auslassventil nutzt. Die Verwendung von Kraftstoffen mit einer hohen Octanzahl trägt spürbar dazu bei, Glühzündungen zu reduzieren oder sogar ganz zu vermeiden.