Motorbremse

Als Motorbremse bezeichnete man ein Phänomen, das im eigentlichen Sinne keine Bremse darstellt. Dennoch geht von der sogenannten Motorbremse eine nicht unerhebliche bremskraftverstärkende Wirkung aus.

Physikalisch bezeichnet die Motorbremse den inneren Widerstand der laufenden Antriebsmaschine bzw. des Antriebsstranges bei der sogenannten Nullförderung. Das bedeutet, dass ein Motor, der sich in einem eingekuppelten Zustand befindet, durch die Rücknahme des Gaspedals abgebremst wird. Auch wenn das Ausmaß der durch die Motorbremse erzielten Bremswirkung im Vergleich zur Bremskraft der Fahrzeugbremse gering ist, erweist sie sich als nützlicher Helfer. In der Regel wird sie zur Vermeidung hoher Abnutzungserscheinungen der Fahrzeugbremse eingesetzt. So kann beispielsweise bei langen Bergabfahrten durch den Einsatz der Motorbremse einer Überhitzung der Fahrzeugbremse vorgebeugt werden. Ganz besonders häufig kommt die Motorbremse im Last- und Nutzwagenverkehr zum Einsatz. Ohne sie käme es wegen der in der Regel hohen Beladung zu überdurchschnittlichen Abnutzungserscheinungen aufseiten der Fahrzeugbremse.