Niederdruckguss

Der Niederdruckguss bezeichnet ein Verfahren aus dem Bereich des industriellen Metallgusses, bei dem Produkte und Teile von ganz besonders hoher Qualität entstehen.
Die für das Niederdruckgussverfahren verwendeten Metalle sind meist Aluminium, Magnesium, Kupfer, Eisen oder Stahl. Die Metallschmelze, also das flüssige Metall, wird mit einem Überdruck zwischen 0,2 und 0,5 Bar von unten in eine sogenannte Kokille, einer Dauerform, gespritzt. Während des Erstarrungsprozesses wird der Gasdruck die ganze Zeit aufrechterhalten. Auf diese Weise wird für eine besonders gleichförmig gerichtete Erstarrung gesorgt, die sich für die herausragende Qualität der im Niederdruckgussverfahren hergestellten Materialien verantwortlich zeichnet. Im Automobilbereich werden die im Niederdruckgussverfahren hergestellten Teile vor allem im Motorblock verwendet. So gehören zum Beispiel Zylinderkurbelgehäuse zu den Teilen, die wegen ihrer hohen qualitativen Anforderungen auch im Niederdruckguss gefertigt werden.