Oszillierende Massen

Als oszillierende Masse wird im Automobilbereich die Gesamtmasse aller Triebwerksteile bezeichnet, die oszillieren, also schwingen. Dazu gehören neben anderen auch Ventile, Kolben sowie sämtliche Bolzen und Bolzenteile. In Abhängigkeit von der Bauweise des Motors, seiner Lagerung im Motorenraum und der Zylinderzahl kann die oszillierende Masse zu Massenmomenten führen, die theoretisch nicht nur die Fahrstabilität negativ beeinflussen kann. Von diesen Kräften betroffen sind vor allem die schwingenden Materialien selbst. Je höher die Masse und je stärker die Schwingungen, desto größer der Beanspruchungs- und damit Verschleißfaktor.
Die Reduktion der oszillierenden Masse auf ein Minimum sollte daher bei der Fahrzeugkonstruktion entsprechende Beachtung finden. Sie bildet eine der Grundlagen für die motorentechnische Laufruhe und hat darüber hinaus einen wichtigen Einfluss auf die Lebens- und Betriebsdauer jedes einzelnen Teils, das zur oszillierenden Masse gezählt wird.