Querstromzylinderkopf

Der Querstromzylinderkopf unterscheidet sich von einem normalen Zylinderkopf durch die Anordnung von Ansaug- und Auspuffkrümmer. Bei herkömmlichen Zylinderköpfen bzw. Gegenstromzylinderköpfen befinden sich die Krümmer auf der gleichen Seite. In einem solchen Fall spricht man auch von Umkehrstromspülung. Allerdings eignet sie sich fast ausschließlich für Motoren, die auf der Zweiventiltechnik basieren.
Abgesehen von der Möglichkeit, Querstromzylinderköpfe auch in viertaktigen Motoren gut verwenden zu können, bietet ihre Bauweise noch verschiedene andere Vorteile. So erlaubt die Anordnung der Krümmer entweder dickere oder aber im Fall von Vierventilern jeweils zwei Rohre. Darüber hinaus wird vor allem das Ansaugsystem geschont, weil es sich aufgrund der Krümmeranordnung in größerer Distanz zum Auspuffkrümmer befindet und der Hitze der Abgase auf diese Weise weniger stark ausgesetzt ist. Hinsichtlich der Leistung führen diese Vorzüge zu einer größeren Effizienz. Allerdings hat die Konstruktion eine Vergrößerung der Baubreite zur Folge, was sich vor allem in Bezug auf die Zugänglichkeit bei Wartungs- oder Instandsetzungsarbeiten negativ auswirkt.