Umkehrspülung

Die Umkehrspülung beschreibt ein Verfahren, das dem Ladungswechsel in Zylindern von Zweitaktmotoren dient. Der Zylinderkolben übernimmt dabei als Steuerungseinheit den Ladungswechsel über die Ein- und Auslassöffnungen. Diese befinden sich zu diesem Zweck an den Wänden des Zylinders. Bei dem 1925 erstmalig patentierten System waren für die Umkehrspülung insgesamt drei Kanäle vorgesehen, davon zwei Frischluftkanäle und ein Abgaskanal. Die Umkehrspülung ist im Laufe des 20. Jahrhunderts stetig weiterentwickelt worden, durchaus auch mit anderen Kanalsystemen und sowohl für Benzin, als auch Dieselmotoren. Trotz einiger wichtiger Faktoren, die für den Einsatz der Umkehrspülung sprachen, wird sie im heutigen Fahrzeugbau bzw. bei der Automobilproduktion so gut wie gar nicht mehr verwendet. Dafür gehört sie zu den Standardprinzipien bei der Fertigung kleiner Zweitakt-Motoren, wie sie zum Beispiel bei handgeführten Motorgeräten (Motorsäge) oder auch in einigen Bereichen des Modellbaus vorkommen.