Umweltprämie

Die Umweltprämie ist sicher besser unter dem Namen „Abwrackprämie“ bekannt. Sie wurde im Jahr 2009 im Zuge des sogenannten Konjunkturpakets II eingeführt und sollte dazu dienen, die Automobilindustrie zu unterstützen. Durch die Prämie sollten die Konjunktur angeschoben, die Kauflaune der Bürger gesteigert und sowohl den Autohändlern als auch den Zulieferern geholfen werden. Zudem sollte durch sie die Anzahl von schadstoffarmen Fahrzeugen im deutschen Straßenverkehr zunehmen und somit die Umwelt entlastet werden. Wer die Voraussetzungen erfüllte, konnte bei dem Neukauf eines Autos vom Staat 2.500,- Euro Unterstützung erhalten. Das alte Fahrzeug musste im Gegenzug zum Neuwagenkauf verschrottet werden. Obwohl die Umweltprämie auch viele Kritiker hatte, die den Sinn der Aktion anzweifelten, wurde sie von den Bürgern mit großer Begeisterung angenommen, der Neuwagenverkauf stieg kurzfristig eindrucksvoll an. Ab dem 2. September 2009 kam es zu keinen Auszahlungen mehr, da der Topf leer war. Das Wort „Abwrackprämie“ wurde 2009 zum Unwort des Jahres gekürt.