Zweitakter

Bei einem Zweitaktmotor handelt es sich um einen Kolbenverbrennungsmotor, der die normalerweise aufwendige Ventiltechnik, die für einen herkömmlichen Viertaktmotor vonnöten war, ersetzt. Der 2-Takt Ottomotor benötigt nur eine Kurbelwellenumdrehung, um einen neuen Zündungsvorgang zu initiieren. Darüber hinaus wirkt der Kolben eines Zweitaktmotors gleichzeitig als ein Ventil. Diese Bauweise reduziert die in einem Zweitakt-Motor verwendeten beweglichen Bauteile auf ein Minimum von nur drei beweglichen Bauteilen. Neben dem Kolben sind das die Pleuelstange und die Kurbelwelle.

Die Bauweise eines Zweitakters wirkt sich auch positiv auf die von ihm zur Verfügung gestellte Leistung aus. Die von den Entwicklern des Zweitakters erwartete Leistungssteigerung von 100 Prozent gegenüber dem Viertakter allerdings stellte sich nicht ein. Erreicht wurden lediglich 50 Prozent. Ein weiterer Nachteil des Zweitakters besteht in der Tatsache, dass dem Gemisch aus Luft und Kraftstoff zusätzlich Öl zur Schmierung beigefügt wurde. Diese Zusätze allerdings machen eine effektive Abgasnachbehandlung aber so gut wie unmöglich.