Alfa Romeo

Seinen Ursprung hat die Marke Alfa Romeo im Jahr 1906, als das Stammwerk in Mailand von dem Franzosen Alexandre Darracq gegründet wurde. Die italienische Niederlassung trug damals den Namen Società Anonima Italiana Darracq. Doch die Hauptanteile der Produktion befanden sich weiterhin in Frankreich, sodass es über kurz oder lang zu einer Spaltung unter den Geschäftsführern und im Zuge dessen in Italien im Jahr 1909 zu einer eigenen Automobilherstellung durch Aufkauf der Aktienmehrheit kam. Erster italienischer Konstrukteur wurde Guiseooe Merosi.

Das Kürzel ALFA entstand dann ein Jahr später, als sich das italienische Unternehmen in Società Anonima Lombarda Fabbrica Automobili umtaufte. Deswegen verbinden viele mit dem Jahr 1910 den eigentlichen Gründungszeitpunkt der Marke Alfa. Alfa wurde nicht zuletzt auch für den Rennsport entwickelt. Damaliges Modell, das auf die Targe Florio im Jahr 1914 an den Start geschickt wurde, war der Alfa 24 HP.

Der Erste Weltkrieg ging auch an Alfa nicht spurlos vorüber, es kam zu einer wirtschaftlichen Krise und im Jahr 1915 wurde Alfa von der Rüstungsgesellschaft Accomandita Ing. Nicola Romeo & Co. übernommen. Man stellte nun Rüstungsgüter her und konnte damit zumindest den finanziellen Einbruch auffangen. Im Jahre 1919 konnte dann wieder die Produktion von Personenfahrzeugen aufgenommen werden und der gleichnamige Eigentümer des Unternehmens, nämlich Nicola Romeo, wurde in den Markennamen aufgenommen und so entstand der Name Alfa Romeo. Sportliche Erfolge folgten, als der Alfa Romeo RL einen Doppelsieg bei der Targa Florio im Jahr 1923 feierte und Alfa Romeo im Jahr 1925 erstmalig Weltmeister wurde. Eine weitere wirtschaftliche Krise führte dann allerdings dazu, dass Alfa von der IRI-Gruppe aufgenommen wurde.

Mit dem 8C 2900, der eine Spitzengeschwindigkeit von 205 km/h erreichte, feierte Alfa das damals schnellste Auto weltweit. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste das Werk neu aufgebaut werden. Das Unternehmen nannte sich fortan Alfa Romeo S.p.A.
In den 50er Jahren folgten die Modelle Giulietta und Giulia. Innovativ war Alfa im Hinblick auf den Einsatz von Rundumscheibenbremsen, des Fünf-Gang-Getriebes und einer obenliegenden Nockenwellen.

In den 70er Jahren folgte leider ein weiterer Einbruch, diesmal mit dem Alfasud, der durch betriebsbedingte Streiks an vielen technischen Mängeln litt. Die wirtschaftliche Situation brachte es mit sich, dass Alfa 1986 von Fiat aufgekauft wurde. Nach der Übernahme beseitigte man die technischen Mängel und es folgten unter der Führung von Fiat weitere Modelle von Alfa, wie zum Beispiel der 155er, der 156er, der 147er und der 159er sowie aktuell der Alfa Mito, der Alfa GT Coupé und der Alfa Spider.

Alfa Romeo Modelle