Citroën

Citroën ist nicht nur eine der bekanntesten Automarken, sondern gehört auch neben Renault und Peugeot zu den größten Automobilherstellern in Frankreich. Citroën gehört zu der PSA-Gruppe, die sowohl die Marke Citroën als auch die Marke Peugeot unter einem Dach vereint. Der Ursprung von der französischen Firma liegt im Anfang des 20. Jahrhunderts, nämlich im Jahr 1919, als der erste Wagen gebaut wurde, nämlich der Citroën A.

Seinen Namen verdankt die Marke dem Franzosen André Citroën, der als französischer Autobauer damals schon Verzahnungen produzierte. Diese symbolisieren übrigens auch heute noch das Logo der Automarke. Während des Ersten Weltkrieges produzierte er allerdings noch Granaten und begann dann im Jahr 1919 mit der Produktion von Automobilen.

Innovativ auf dem Automarkt war waren die Franzosen vor allem durch Leihwagen- und Leasingangebote, die bereits im Jahr 1921 vom Automobilhersteller Citroën angeboten wurden. Zudem wurden ab dem Jahre 1928 die ersten Fahrzeuge mit Autoradio ausgeliefert sowie ein Jahr später die Garantie auf Neuwagen eingeführt. Um nicht nur in Sachen Ausstattung und Service zu punkten, sondern die Straßen für die Citroën-Fahrer auch sicherer zu gestalten, spendete der Autoproduzent dem Staat über 150.000 Straßenschilder.

Innovativ war Citröen auch in technischer Hinsicht, denn 1934 brachte der Automobilhersteller das erste Fahrzeug mit Frontantrieb auf den Markt, den Traction Avant (deutsch: Vorderrad-Antrieb). Doch die damalige schlechte wirtschaftliche Situation und die enormen Kosten für die Entwicklung des Traction Avant führten Citroën schließlich in den Konkurs, aus dem das Unternehmen dann von den französischen Brüdern Michelin übernommen wurde.

Ein weiteres bekanntes Modell aus dem Hause ist der 2CV, der bei uns besser bekannt ist unter dem Namen „die Ente“. Der 2CV, der mit einem luftgekühlten Zweizylinder-Viertakt-Motor ausgeliefert wurde, hatte, wie schon der Traction Avant einen Frontantrieb und wurde zwischen seiner Erstauslieferung im Jahre 1949 bis zur Einstellung der Produktion im Jahre 1990 knapp vier Millionen mal produziert und verkauft. Es folgten weitere Modelle, wie zum Beispiel der Citröen DS im Jahr 1955. Vor allem die Ausstattung mit einer Hydropneumatik zur Federung des Fahrzeugs ist bis heute Markenzeichen des Automobilherstellers geblieben. Zudem hatte die DS schon damals eine Servolenkung, Kurvenlicht und einen Bremskraftverstärker. Trotzdem konnte sich Citröen nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen und die wirtschaftliche Situation führte im Jahr 1975 dazu, dass Citröen von Peugeot aufgekauft wurde und beide Marken unter der Holdinggemeinschaft PSA bis heute zusammengefasst sind.