Mini

Wenn es einen Wagen gibt, der den Status „Kult“ zu Recht trägt, dann ist es der Mini aus dem Hause Austin. Kaum ein anderes Auto aus Großbritannien ist so bekannt und beliebt wie der kleine Wagen aus Birmingham.

Erfunden wurde der Mini von Sir Alec Issigonis, der einen Kleinwagen entwickeln wollte, mit dem man sich durch den Großstadtverkehr schlängeln konnte und für den es keine Parkplatzprobleme geben sollte. Er zeichnete die ersten Entwürfe für diesen revolutionären Kleinwagen auf ein Tischtuch und heraus kam letztendlich ein schickes und vor allem originelles kleines Auto: der Mini.

Aber der Bau des Mini war auch aus wirtschaftlicher Sicht interessant, denn 1956 wurde England von der Suez-Krise getroffen und sparsame kleine Autos waren modern. 1959 ging der Mini schließlich in Birmingham in Serie und wurde dort auch bis 2000 gebaut. In diesem Zeitraum wurde der kleine Wagen mit weit über fünf Millionen gekauften Exemplaren nicht nur zum meistverkauften Auto der britischen Insel, sondern auch zu einem Kultobjekt.

Das Besondere bei einem Mini ist sein Innenleben. Der Frontmotor wird quer eingebaut mit einem Getriebe, das sich unterhalb des Motors befindet. Zusammen mit dem Motorblock wird eine Einheit gebildet und das verkürzt den Mini auf eine Länge von unter drei Metern.

Einen ersten großen Boom erlebte der Mini in den 1960er Jahren zu Zeiten der Hippiebewegung. Es galt als ausgesprochen schick, einen Mini zu fahren und viele prominente Zeitgenossen wie die Beatles oder das Model Twiggy fuhren Mini. Selbst die englische Königin ließ sich mit einem Mini durch die Hauptstadt London kutschieren. Richtigen Kultstatus bekam das kleine Auto aber erst durch Mr. Bean. Der britische Schauspieler Rowan Atkinson fuhr in der Comedyserie als trotteliger Mr. Bean einen grün-gelb-schwarzen Mini.

Aber der Mini konnte auch als Rennwagen punkten. Zwischen 1964 und 1967 gewann der Mini dreimal die legendäre Rallye von Monte Carlo.