Opel

Wenn es um eine Automarke geht, die in der ganzen Welt bekannt ist, dann ist es Opel. Aber die Geschichte von Opel beginnt nicht mit Autos, sondern mit Nähmaschinen.

Adam Opel, der Sohn eines Schlossermeisters aus Rüsselsheim, ging nach der Lehre im väterlichen Betrieb zusammen mit seinem Bruder Georg als Geselle auf Wanderschaft. Er arbeitete unter anderem in einer Nähmaschinenfabrik in Frankreich und beschloss es zu Hause ebenfalls mit dem Bau und Verkauf von Nähmaschinen zu versuchen. Wieder in Rüsselsheim wurde aus der Schlosserwerkstatt des Vaters 1862 eine kleine Nähmaschinenfabrik. Die Geschäfte gingen gut und als die Söhne von Adam Opel den Vater dazu überreden konnten, auch noch Fahrräder zu bauen, wurde die Adam Opel AG 1898 zu einer Firma mit 1.200 Angestellten, die in den 1920er Jahren zum größten Fahrradhersteller der Welt aufstieg.

Nach dem Tod von Adam Opel begannen seine Söhne mit dem Bau von Autos, was der Vater nie gewollt hatte. Zusammen mit der französischen Firma Darracq entstand 1902 die erste Opel Eigenkreation mit einem Ottomotor. Von Anfang an legten die Rüsselsheimer Wert darauf, nicht nur ein Modell, sondern unterschiedliche Modelle auf den Markt zu bringen.

Der erste Wagen der in Serie ging, war der so genannte „Doktorwagen”, ein zweisitziges Cabriolet mit wahlweise sechs oder acht PS. Dieser Wagen wurde bevorzugt von Ärzten gefahren, die so schneller zu ihren Patienten kommen konnten.

1909 begann Opel auch Lastwagen zu bauen, was für die Firma im Ersten Weltkrieg zu einem großen geschäftlichen Erfolg wurde. 1911 erschien der erste Sechszylindermotor, der eine Leistung von 50 PS hatte. Ende der 1920er Jahre kamen 44 Prozent der deutschen Autos aus Rüsselsheim und 1929 beschlossen die Eigner, die Firma an den amerikanischen Autobauer General Motors zu verkaufen. GM übernahm zunächst 80 Prozent von Opel und 1931 auch die noch restlichen 20 Prozent für die damals utopisch hohe Summe von rund 33,3 Millionen Dollar.

Heute sind General Motors und Opel wieder in allen Schlagzeilen und wie die Zukunft des deutschen Traditions-Autobauers aussieht, kann im Moment leider keiner sagen.