Porsche

Wenn man einen Amerikaner fragt, welchen Sportwagen er sich gerne kaufen würde, dann wird er mit großer Wahrscheinlichkeit Porsche antworten. Kein anderer Sportwagen ist weltweit so beliebt und berühmt wie die schnellen eleganten Wagen aus Stuttgart-Zuffenhausen. Seine Entstehung verdankt der Sportwagen einem Tüftler, der von seinen Ideen felsenfest überzeugt war.

Ferdinand Porsche war zunächst ein einfacher Angestellter, der sich sein Geld in verschiedenen Motorenfabriken verdiente. Er stieg zum technischen Direktor von Daimler in Wien auf und blieb 17 Jahre lang in Österreich, bis er sich dazu entschloss, in Zuffenhausen ein eigenes Konstruktionsbüro zu gründen. Das war 1930 und Ferdinand Porsche holte für seine neu gegründete GmbH den Kaufmann und leidenschaftlichen Rennfahrer Adolf Rosenberger und seinen Schwiegersohn, den Rechtsanwalt Anton Piëch mit ins Boot. Porsche hielt 70 Prozent der Firmenanteile, Piëch und Rosenberger je 15 Prozent.

Den ersten Auftrag bekam das Konstruktionsbüro 1931 von der Firma Zündapp aus Nürnberg. Gebaut wurde ein Ein-Liter Wagen, dem kurze Zeit später ein Mittelklassewagen, der Porsche Modell 32 folgte. Dieser von Ferdinand Porsche entwickelte Wagen hatte bereits sehr viele Ähnlichkeiten mit dem legendären VW Käfer. Das Modell verfügte unter anderem erstmals über einen luftgekühlten Vierzylinder-Boxermotor im Heck und hatte eine neuartige Erfindung von Porsche, die so genannte Drehstabfederung.

Die ersten wirklichen Sportwagen entstanden 1933 im Auftrag der Auto-Union (Audi). Gebaut wurde ein 16-Zylinder-Mittelmotor-Wagen, der ab 1934 in die Produktion ging. Während des NS-Regimes lag die Produktion von Sportwagen auf Eis, denn Porsche musste auf Befehl der damaligen Regierung Autos für Jedermann bauen. So entstand der Volkswagen und der Käfer wurde zu einem Synonym für Autos, die aus Deutschland kamen.

Nach dem Tod des Firmengründers Ferdinand übernahm sein Sohn Ferry Porsche die Geschäfte und verlegte sich endgültig auf den Bau von schnellen Autos. Schon 1950 wurden vom ersten „richtigen” Porsche 356 innerhalb von sehr kurzer Zeit über 400 Stück verkauft. Den endgültigen Durchbruch als Sportwagenhersteller hatte Porsche aber erst 1963 mit dem Bau des legendären Porsche 911.