smart

Nicolas G. Hayek, der Kopf des Unternehmens Swatch, hatte einst eine Idee: Er wollte ein Auto haben, das ganz nach den Swatch Grundsätzen ganz exklusiv, trotzdem erschwinglich und vor allem bunt war. Das kleine Auto sollte sogar die Farben wechseln können, indem das Chassis ausgewechselt wurde.

In der Konsequenz gründete Hayek 1994 die Micro Compact Car AG, die als Tochterunternehmen des Autobauers Daimler-Benz und des Schweizer Unternehmens SMH SA firmierte. Nach anfänglichen Erfolgen stellten sich Differenzen zwischen Hayek und Daimler-Benz ein, in deren Folge Hayek seine Anteil 1998 an Daimler-Benz veräußerte. Seit 2002 firmiert das Unternehmen unter dem Namen Smart GmbH. Ende des Jahres 2006 wurde das Unternehmen aufgelöst und sowohl die Produktion als auch die Mitarbeiter in das Unternehmen Daimler-Chrysler transferiert.

Das erste Auto, das 1998 unter der Marke smart auf den Markt kam, wurde als smart fortwo oder auch als smart city-coupé bezeichnet und hatte einen bemerkenswert geringen CO2-Ausstoß. Schnell begann ein wahrer Run auf das kleine Stadtauto, mit dem man wahrlich nirgendwo Parkplatzprobleme hat. Um der Marke smart noch mehr Gesicht zu verleihen, wurden nach und nach immer mehr Modelle herausgebracht, die sich im Aussehen am ersten smart orientierten. So wurde 2003 ein schnittiger Roadster entwickelt, der sich großer Beliebtheit erfreute. 2004 drang das Unternehmen auch in den Markt der Familienwagen ein, indem es den smart forfour herausbrachte, das auch für kleine Familien geeignet war.

Zunächst wurde der Vertrieb der bunten Hingucker direkt in eigenen „Smart Centern“ durchgeführt. Das Unternehmen hat jedoch mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Nicht zuletzt deshalb wurde der Vertrieb ab 2006 von den Daimler Chrysler-Niederlassungen übernommen, die Smart-Center wurden größtenteils geschlossen. Damit sich die finanzielle Lage zukünftig wieder etwas entspannt, wurde die Produktpalette verkleinert. Die Produktion der smart Modelle Roadster und Forfour ist momentan gestoppt worden.

Derzeit wird die Zukunft des smart im Modell Fortwo gesehen. Seit 2007 wird er außerdem in den Varianten Coupé und Cabrio angeboten. Dennoch möchte das Unternehmen beim Umweltschutz eine Vorreiterposition einnehmen. In Großbritannien wird bereits ein smart mit einem Elektroantrieb verkauft. Zusätzlich gibt es inzwischen den smart Fortwo micro hybrid drive, der einen wesentlich niedrigeren Kraftstoffverbrauch als vergleichbare Fahrzeuge hat.