Volvo

„Ich rolle” – das heißt Volvo aus dem Schwedischen übersetzt. Ins Rollen gebracht haben den schwedischen Autokonzern, der heute zu Ford gehört, zwei Männer die zufällig in der gleichen Fabrik gearbeitet haben.

Der Kaufmann Assar Gabrielsson und der Ingenieur Gustaf Larson waren von 1917 bis 1920 Kollegen bei der Svenska Kugellagerfabrik in Göteborg. 1924 kamen beide auf die Idee Autos zu konstruieren und setzten diese Idee bereits zwei Jahre später in die Tat um. 200.000 Kronen liehen sie sich von der Bank und nochmal 150.000 Kronen schoss Gabrielsson aus seinem privaten Vermögen dazu. Die Investition lohnte sich, denn schon 1927 lief der erste Volvo ÖV 4 vom Band, der von den Schweden auch liebevoll „Jacob” genannt wurde. Die Premiere wäre um ein Haar schief gegangen, denn kurz vor dem Fototermin wurde festgestellt, dass der Wagen nur rückwärts fuhr. Der Konstruktionsfehler wurde allerdings schnell behoben und dem erfolgreichen Start von Volvo stand nichts mehr im Wege.

Im darauf folgenden Sommer erschien bereits das zweite Modell, der geschlossene Personenwagen PV4 der mit einem Zweizylinder-Motor ausgestattet war. Von beiden Modellen verkaufte Volvo bis 1929 knapp 1.000 Stück. Bis 1958 kamen zehn verschiedene Modellreihen dazu, die sich allerdings nur sehr schleppend verkauften, in einem Jahr kam zum Beispiel die Zahl der verkauften Autos nicht über 7.000 Stück hinaus. Die elfte Baureihe war der bis heute seltenste Wagen der schwedischen Autobauer: Vom P1900 wurden nur ganze 67 Stück verkauft. Das freut allerdings wieder die Sammler, zählen die guterhaltenene Stücke doch mittlerweile zu den gefragtesten auf dem Markt.

Mit der zwölften Baureihe kam endlich der weltweite Erfolg. Der in Deutschland unter dem Namen „Buckelvolvo” bekannt gewordene PV 444 und auch der Nachfolger der PV 544 waren Verkaufsschlager und wurden in der ganzen Welt über 440.000 Mal verkauft. Die beiden erfolgreichen Volvo Modelle hatten bereits 1958 Sicherheitsgurte, die ein Jahr später serienmäßig in alle Wagen aus Schweden eingebaut wurden.

Heute konzentriert sich Volvo fast ausschließlich auf den Bau von Lastkraftwagen, Bussen und Nutzfahrzeugen. Echte Autoliebhaber aber zahlen noch heute für einen alten Volvo gerne ein Vermögen, denn die Wagen aus Schweden haben einen richtigen Kultstatus.